Dossier 06 · Diagnostik
Antibiogramm und Erregerdiagnostik
Wie das Labor herausfindet, welcher Erreger eine Infektion auslöst und welche Antibiotika noch wirken.
Redaktioneller Entwurf · fachliche Prüfung ausstehend

Vom Abstrich zum Befund
Für eine gezielte Behandlung muss das Labor den Erreger kennen. Dafür wird eine Probe genommen, etwa ein Wundabstrich, Urin, Blut oder Gewebe aus einer Operation. Im Labor wachsen die Bakterien auf Nährböden an und werden bestimmt.
Am aussagekräftigsten ist eine Probe, die vor Beginn einer Antibiotikabehandlung entnommen wird. Läuft schon ein Antibiotikum, wachsen die Erreger im Labor oft schlechter an.
S, I und R lesen
Im Antibiogramm steht neben jedem getesteten Wirkstoff ein Buchstabe. S heißt sensibel: Der Wirkstoff wirkt in der üblichen Dosierung. I heißt sensibel bei erhöhter Dosierung. R heißt resistent: Der Wirkstoff wirkt gegen diesen Erreger voraussichtlich nicht.
Wie die Werte im Einzelfall zu bewerten sind, hängt vom Ort der Infektion und von Ihrer Vorgeschichte ab. Diese Bewertung gehört in ärztliche Hände.
Warum Sie Kopien aufbewahren sollten
Bei langwierigen Infektionen wechseln oft Kliniken und Praxen. Ältere Befunde zeigen, wie sich ein Erreger über die Zeit verändert hat. Bitten Sie um Kopien aller mikrobiologischen Befunde und sammeln Sie sie in zeitlicher Reihenfolge.
Für Ihr Arztgespräch
Fragen, die Sie stellen können
- 01Wurde vor der Behandlung eine Probe genommen?
- 02Kann ich eine Kopie des Antibiogramms bekommen?
- 03Passt das aktuelle Antibiotikum zum Ergebnis des Antibiogramms?
Quellen
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